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Aktuelle Meldungen
Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

Aktuelle Meldungen und Gottesdienstanzeiger für Februar 2020

Im Bereich "Aktuelle Meldungen" finden Sie alle Meldungen aus dem Pfarrverband, wie sie im Regelfall auch im Pfarrbrief des laufenden Monats abgedruckt sind.

Der Pfarrbrief

Unser Pfarrbrief erscheint monatlich als Nachrichten- und Mitteilungsorgan des Pfarrverbandes und beinhaltet die Gottesdienstordnung des jeweiligen Monats. Der eigentliche Pfarrbrief ist als Mantelbogen für die Einlegeblätter der Gottesdienstordnung ausgeführt.

Der Pfarrbrief liegt in den Kirchen aus und kann dort kostenlos mitgenommen werden.

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aktueller Pfarrbrief
aktueller Gottesdienstanzeiger

Ältere Ausgaben von Pfarrbrief und Gottesdienstanzeiger im Archiv

Das Titelbild des Februar-Pfarrbriefs

Hl. Rhabanus Maurus (4. Februar)

Hl. Hrabanus Maurus

Gedenktag: 4. Februar

* um 780 in Mainz, + 4. Februar 856 in Winkel im Rheingau

Hrabanus Maurus war Abt des Klosters Fulda und später Bischof von Mainz. Als kirchlicher Würdenträger seiner Zeit war er auch Akteur auf der politischen Bühne mit engen (nicht immer spannungsfreien) Beziehungen zum karolingischen Kaiserhaus. Neben seinen geistlichen Pflichten sah er seine Hauptaufgabe darin, seiner Zeit das Wissen des klassischen Altertums zu vermitteln. In Erfüllung dieser Aufgabe hinterliess er ein umfangreiches Schrifttum.

Die Nachwelt verlieh ihm den Ehrentitel "Lehrer Germaniens".

Hrabanus ist eine der Persönlichkeiten, die aus dem ostfränkischem Reich, einem Agglomerat germanischer und anderer Stämme, die deutsche Kulturnation geschaffen haben.

Mehr zu Hrabanus Maurus:

Wikipedia
Ökumenisches Heiligenlexikon

Leitartikel zum Februar

von Diakon Anton Fliegerbauer

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben!

Im 18. Kapitel des Matthäusevangeliums steht ein Vers geschrieben, der mich schon viele Jahre lang immer wieder beschäftigt hat und der mich auch heute noch fasziniert: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!

Dieser kurze Satz, den Jesus formulierte, kann uns mehr sagen, als es im ersten Augenblick scheint. Denn er bringt zum Ausdruck, wie einfach unser Glaube doch ist; was es bedeutet, in Christi Gegenwart Kirche zu leben.

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

mit den Worten "zwei oder drei" zeigt Jesus, dass er sein ganzes Tun auf eine Gemeinschaft hin ausgerichtet hat. Für eine Gemeinschaft braucht es nicht unbedingt eine Million, tausend oder hundert Menschen, sondern die kleinste mögliche Gemeinschaft sind zwei Leute, die etwas gemeinsam tun.

Und für dieses gemeinsame Tun spielt ein konkretes "wo" keine Rolle. Es ist wichtig, dass etwas im Namen Jesu stattfindet, an jedem beliebigen Ort. Menschen erzeugen in Christi Namen eine Einheit.

Genau dann nämlich, wenn Menschen zusammenkommen, um diese Gemeinschaften zu bilden, von denen Jesus spricht, ist er "live" dabei. "Da bin ich" heisst "ich bin da" - und dies ist der Name Gottes, mit dem er sich am "brennenden Dornbusch" zu erkennen gab.

Jesus will als Sohn Gottes in der Mitte der Gesellschaft stehen, im Zentrum die Gemeinschaft bereichern, bewegen und sie stark machen.

Und wenn wir glauben, dass Jesus die Liebe ist, dann muss in den Augen Jesu die Liebe im Zentrum stehen. Der komplette Alltag des Menschen mit seinen Höhen und Tiefen, Sorgen und Nöten, mit allem, was uns unter den Nägeln brennt, auch mit allen mehr oder weniger lieben Mitmenschen, genauso mit den Problemen in der Berufswelt und noch vielem anderen mehr sollte sich in den Augen Jesu um ihn und damit auch um die Liebe drehen.

Wie bei einem Strudel im Wasser, wo sich das Wasser von aussen her zur Mitte bewegt und dort eintaucht mit enormer Kraft.

Und genau deshalb, so meine ich, sind Aktivitäten wie Feste, Vorträge, Pilger- und Wallfahrtsmärsche, Singstunden usw. von grösster Bedeutung, um die Eintracht und die Liebe zu stärken und die Kirche, also die Gemeinschaft der Christen weltweit, in unserem Alltag lebendig werden zu lassen.

Und dann können wir immer wieder am Altar, dem Zentrum unseres Glaubens, die Liebe Gottes in uns aufnehmen. So gehören in der Kirche der Altar als Zentrum und unsere Handlungen in der Welt zusammen. Die Kirche atmet also sozusagen wie eine Lunge. Sie kann nicht nur einatmen oder nur ausatmen. Und diese kirchliche Atmung braucht Gemeinschaft - und diese wiederum benötigt Liebe und Tatendrang für Gott und die Mitmenschen.

Gelebte Kirche eben!

Leitartikel zum Januar

Liebe Christen im Pfarrverband!

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat Papst Franziskus der Weltkirche einen weiteren marianischen Gedenktag gegeben. Das Gedenken an "Unsere liebe Frau von Loreto" ist auf den 10. Dezember gelegt worden. Dieser neue Feiertag reiht sich ein in die im Jahreslauf aufeinanderfolgenden Marienfeste. Die meisten sind bekannt: (ULF = Unsere Liebe Frau)

  • 01.01. - Hochfest der Gottesmutter Maria
  • 11.02. - ULF von Lourdes – Gedenktag
  • 13.05. - ULF von Fatima
  • Montag nach Pfingsten: Maria, Mutter der Kirche – Gedenktag
  • Dritter Samstag nach Pfingsten nach Herz Jesu-Hochfest am Freitag: Unbeflecktes Herz Mariens – Gedenktag
  • 02.07. - Mariä Heimsuchung (Maria besucht Elisabeth) – Fest
  • 16.07. - ULF v. Berg Karmel – Gedenktag
  • 15.08. - Mariä Himmelfahrt – Hochfest
  • 22.08. - Maria Königin – Fest
  • 08.09. - Mariä Geburt – Fest
  • 12.09. - Mariä Namen – Fest
  • 15.09. - Schmerzen Mariens – Gedenktag
  • 07.10. - ULF v. Rosenkranz – Gedenktag
  • 21.11. - ULF v. Jerusalem – Gedenktag
  • 27.11. - ULF v. d. wunderbaren Medaille (1830 – Catherine Labouré, Paris)
  • 08.12. - Hochfest d. ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau u. Gottesmutter Maria
  • 10.12. - ULF von Loreto – Gedenktag
  • 12.12. - ULF von Guadalupe (Mexiko)

Traditionell gilt der Monat Mai als Marienmonat und der Oktober ist dem Rosenkranz gewidmet.

Auch einige Herrenfeste sind marianisch geprägt:

  • 02.02. - Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess)
  • 25.03. - Verkündigung des Herrn (Mariä Verkündigung)

Das Marienheiligtum von Loreto:

Das Wort Loreto ist in der italienischen Sprache die moderne Variante des Begriffs "lauretum" - der Lorbeerbaum. Er ist immergrün und dient als Heil- und Gewürzpflanze.

Im gleichnamigen mittelitalienischen Ort befindet sich einer der wichtigsten katholischen Wallfahrtsorte: die Basilika vom Heiligen Haus. Diese Kirche umschliesst ein Gebäude, das der Überlieferung nach das Haus Mariens in Nazaret war und in dem sie die Verkündigung durch den Engel empfing.

Im Mittelalter soll dieses Haus unter der Ägide der griechischen Herrscherdynastie der Angeloi (griech. für Engel) in Nazaret abgebaut und nach Loreto gebracht worden sein – woraus sich im Laufe der Zeit die Legende entwickelte, das Haus sei "von Engeln" in den Lorbeerhain (also Loreto) getragen worden.

Der Ort stand Pate bei der Benennung etlicher kirchlicher Gebäude, oft Kapellen, und auch z.B. ganzer Berge (Lorettoberge in Freiburg oder Konstanz) In unserer näheren Umgebung finden sich Loretokapellen in Thyrnau bei Passau, im Kloster Aldersbach und im ehemaligen Kloster Maria Loreto am Marienplatz in Landshut (heute rumänisch-orthodox), außerdem verschiedene andere in Österreich, der Schweiz, Tschechien und vielen weiteren Ländern.

Auch die Lauretanische Litanei ist in Loreto entstanden. Diese Aufzählung verschiedener Lobsprüche und Hoheitstitel der Gottesmutter enthält unter anderem die Anrufungen

  • du goldenes Haus
  • du Kelch des Geistes
  • du elfenbeinerner Turm
  • du geheimnisvolle Rose
  • du Königin des Friedens
  • du Königin der Familien

Es wäre vielleicht lohnend, alle Anrufungen einzeln zu betrachten, um zu sehen, warum Maria diese Auszeichnungen verdient hat. Jede Aussage über sie beleuchtet einen anderen Charakterzug und ein anderes Wesensmerkmal ihres Menschseins. Sie zeigt uns das Ideal eines gotterfüllten Menschen.

Ihr persönlicher Umgang mit dem Gottessohn - dem Gottmenschen Jesus - half ihr auf dem Weg der Heiligkeit, wie keinem anderen Erdenbewohner. Durch ihre Bereitschaft, auf das Wort Gottes zu hören, durch ihre Treue, ihre innige Verbundenheit mit Gott und ihr Gebet wurde sie zum Vorbild für die Christen.

Lassen wir die Muttergottes zu uns sprechen! Durch Maria zu Jesus!

Ein gesegnetes neues Jahr wünscht Ihnen

Pfarrer Armin Riesinger