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Aktuelle Meldungen
Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

Aktuelle Meldungen und Gottesdienstanzeiger für Juni 2020

Im Untermenü-Bereich "Aktuelle Meldungen" finden Sie alle Meldungen aus dem Pfarrverband, wie sie im Regelfall auch im Pfarrbrief des laufenden Monats abgedruckt sind.

Der Pfarrbrief

Unser Pfarrbrief erscheint monatlich als Nachrichten- und Mitteilungsorgan des Pfarrverbandes und beinhaltet die Gottesdienstordnung des jeweiligen Monats. Der eigentliche Pfarrbrief ist als Mantelbogen für die Einlegeblätter der Gottesdienstordnung ausgeführt.

Der Pfarrbrief liegt in den Kirchen aus und kann dort kostenlos mitgenommen werden.

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aktueller Pfarrbrief
aktueller Gottesdienstanzeiger

Ältere Ausgaben von Pfarrbrief und Gottesdienstanzeiger im Archiv

Das Titelbild des Juni-Pfarrbriefs

Hl. Johannes der Täufer

Hochfest: 24. Juni

Johannes der Täufer - Tizian
Gemälde von Tizian (Tiziano Vecellio, ~1490 bis 1576), Venedig, um 1530

Leitartikel zum Juni

Liebe Mitchristen im Herrn!

Die erste Strophe des Liedes „Hoch“ von Tim Bendzko lautet:

Die Leute fragen „Wieviel Extrameter gehst du?“
Ich fang erst an zu zählen, wenn es weh tut.
Fehler prägen mich, mach mehr als genug, bin zu müde für Pausen, komm nicht dazu.
Und wenn ich glaube, meine Beine sind zu schwer, dann geh ich nochmals tausend Schritte mehr.

Refrain:

Auch wenn wir schon weit gekommen sind, wir geh‘n immer weiter hoch hinaus.
Egal, wie hoch die Hürden auch sind, sie seh´‘n so viel kleiner von hier oben aus.
Wenn dir die Luft ausgeht, nur nicht nach unten sehen.
Wir gehen immer weiter hoch hinaus, immer, immer weiter hoch hinaus.

Mit diesen Worten Tim Bendzkos möchte ich euch meine Gedanken zum Pilgern bzw. Wallfahren näherbringen. Besser könnte man es nicht in ein Lied packen, wie Emotionen zu einem Motor werden, zu einem Motor der Bewegung zu Maria und vor allem zu Jesus Christus.

Liebe Schwestern und Brüder!

Es ist noch ganz früh am Morgen, draußen ist es noch dunkel, Regen schlägt auf das Fensterblech, im Bett ist es kuschelig warm, ein wunderschöner Traum läuft in unseren Köpfen ab und plötzlich klingelt der Wecker.

Wir schlagen die Augen auf, sind noch etwas verwirrt, müssen uns erst orientieren, ehe uns klar wird, dass es losgeht. Also klettern wir aus unseren Betten, kultivieren uns, kontrollieren nochmals unsere Sachen, die wir schon am Vorabend hergerichtet haben und verlassen unsere Häuser in Richtung Kirche, wo schon ganz früh eine kleine Andacht stattfindet und wir uns noch einmal mental stärken können.

Die Wallfahrt hat begonnen!

Sind unsere Bekannten da, wo sind unsere Freunde aus den Vorjahren? Harte erste Schritte, Überwindung des inneren Schweinehundes, bis es läuft. Humor und Freude, aber auch Kummer und Sorgen sind die stetigen Begleiter, die man in seine Gebete, Gedanken, Gespräche und vieles andere mehr einbringt, um sie so unserem Herrgott und unserer Gottesmutter Maria ans Herz zu legen.

Eine Wallfahrt, ein gemeinsamer Weg, Kirche unterwegs, gelebte ehrliche und aufrichtige Kirche, welche alles in sich birgt, was uns Gott näher bringt. Nämlich Überwindung, Einsatz, Freude, Kampf und das Demütigwerden. Dazu kommt das Gebet, das Teilen, das Geben und Nehmen und das Zusammenhelfen in Situationen der Emotion und der körperlichen sowie der materiellen Schwäche.

Es entstehen Freundschaften, es entstehen Gemeinschaften, die uns Kraft und Freude schenken und den Blasen und den Muskelkatern sowie den Schmerzen allgemein entgegenwirken, ehe man von weitem das Ziel zum ersten Mal erkennen kann, es Stunde für Stunde näher kommt und schließlich zum Klang der Glocken und einer Heiligen Messe zu einem guten Ende kommt.

„Es ist wieder einmal vollbracht!“, um es mit den Worten Jesu auszudrücken. Trotzdem sind da die Tränen, wenn man überwältigt wird von der Wucht der Entladung von Schmerz.

Überwältigt von der Freude, dem Anblick der Liebsten. Überwältigt vom Klang der Glocken, der Gott preist und wie eine Hymne in unsere Seelen dringt, wenn sich unsere Herzen in Liebe ganz für Maria und ihren Sohn Jesus Christus geöffnet haben. Und dann auch überwältigt von der Traurigkeit über das baldige Auseinandergehen der Gruppe.

Genau dann laufen sie, die Freuden-, Trauer-, Schmerzens- und Liebestränen. Kurz gesagt ist dieses Gesamtpaket „Wallfahrt“ oder „Pilgermarsch“ der Grund dafür, dass wir innerlich lichterloh brennen, wenn diese Zeit der Wallfahrt näherkommt. Wenn wir am Radio erste Durchsagen hören: „Vorsicht, da Wallfahrer unterwegs sind...!“, wenn uns plötzlich irgendetwas innerlich berührt und sagt: „auf geht‘s, lass alles stehen und liegen und geh mit!“

Und sollte es wirklich einmal nicht klappen, dann weint man auch zu Hause und ist untröstlich darüber. Man geht im Kopf mit, weiß jede Station ganz genau mit Zeit, jeden Hof, jeden markanten Punkt, jede Straße, jedes Feld, jedes Wegkreuz. Jetzt essen sie, jetzt rasten sie, jetzt sind sie im Quartier angekommen usw., und in ein paar Stunden sind sie dort. Das tut weh! Und es tut auch weh, dass dieses Jahr aufgrund der Coronapandemie viele Wallfahrten abgesagt wurden.

Trotzdem möchte der Pfarrverband Ramsdorf, sofern es die Umstände zulassen, am Samstag, den 5. September in Einlösung des Pestversprechens wieder von der Maria-Bürg-Kirche zum Bogenberg pilgern. Natürlich dient diese Wallfahrt gleichermaßen unseren eigenen aktuellen Anliegen, unseren Sorgen und dem Dank für alles, was uns Gutes im Leben widerfährt. Und in der gegenwärtigen Situation gewinnt eine Wallfahrt, die für das Ende einer Epidemie gelobt wurde, neue Aktualität.

Dieses Jahr planen wir die Benutzung der Donaufähre in Mariaposching, da dies aus Verkehrsgründen viel sicherer wäre als beim letztjährigen Gang. Beten wir um die Möglichkeit, wirklich gehen zu dürfen – und es wäre toll, wenn ihr möglichst viele Leute zum Mitgehen ermutigen könntet. Vorbereitung läuft!

Es grüßt Euch alle von Herzen Euer

Diakon Antom Fliegerbauer

Ein Gedankensplitter zur aktuellen Krise

"Die Menschheit wird solange weder Ruhe noch Frieden finden, bis sie sich vertrauensvoll an meine Barmherzigkeit wendet".

Dies ist der Inhalt einer Vision der hl. Schwester Faustina, der Verkünderin der göttlichen Barmherzigkeit. Ohne in einen unangemessenen Mystizismus verfallen zu wollen (Krisen müssen wir mit dem Verstand und klugem Überlegen bewältigen), halte ich diese Worte in der aktuellen Situation für bedenkenswert.

Die göttliche Barmherzigkeit betrachten und Barmherzigkeit üben, so gut wir können – und oft beten "Jesus, ich vertraue auf dich" - das könnte tatsächlich not-wendig, not-wendend sein.

Alles Gute, Kraft und Frieden wünscht Ihnen

Wolfram Biedermann, Webmaster