Leitartikel zum Juli

St.Thomas-Kathedrale in Chennai, Indien
Die St.-Thomas-Kathedrale in Chennai über dem Apostelgrab

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Die Thomas‑Christen von Kerala

von Pater Nobi Parakkadan

Liebe Mitchristen,

heute möchte ich Ihnen etwas über uns Christen in Kerala schreiben, denn wir bezeichnen uns als Thomas-Christen.

Das bedeutet, wir führen unsere Glaubensgeschichte direkt auf den Apostel Thomas zurück. Dieser landete 52 n. Chr. in Indien. Das Christentum entwickelte sich schnell durch die evangelistische Tätigkeit des Apostels. Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft, besonders auch aus hohen Kasten der hinduistischen Bevölkerung, nahmen die neue Religion an. Thomas starb in Mylapore auf dem heutigen St. Thomas Mount am 3. Juli 72 n. Chr.

Mylapore ist heute ein Stadtteil von Chennai, das früher als Madras bekannt war. In Chennai wurde Thomas begraben, und später hat man über seiner Grabstätte eine eindrucksvolle Basilika errichtet.

Den Gedenktag des Hl. Thomas feiert die Kirche am 3. Juli und wir erinnern uns an ihn auch am Weißen Sonntag.

Die St. Thomas Christians werden auch syrische Christen oder Nasrani genannt. Nasrani bedeutet christlich und ist vermutlich von Nazareth, der Heimatstadt Jesu, abgeleitet. Und syrisch, weil sie in ihrer Liturgie die syrische Sprache verwenden. Landessprache ist Malayalam, die Sprache von Kerala.

Mit dem Anspruch, vom Apostel Thomas evangelisiert worden zu sein, repräsentieren die Thomas-Christen kirchlich, liturgisch und sprachlich eine der ältesten christlichen Traditionen der Welt, insbesondere im Christentum außerhalb des Westens. Obwohl sie keine institutionelle Kirche mehr bilden, sind die Thomas-Christen eine lebendige Religionsgemeinschaft. Anfang des 21. Jahrhunderts gab es etwa vier Millionen Thomas-Christen in Indien, hauptsächlich in Kerala, und einer kleinen weltweiten Diaspora.

Traditionen und Kultur der Thomas-Christen im vormodernen Kerala

Vielleicht war diese Kirche in Indien die einzige, die von einem Apostel außerhalb des Römischen Reiches gegründet wurde. Dieses Bewusstsein ihrer apostolischen Herkunft ist ein wichtiger Aspekt der Identität der Thomas-Christen. Die rechtliche und hierarchische Unabhängigkeit und Glaubensreinheit dauerte an, bis diese Kirche mit den portugiesischen Missionaren in Kontakt kam.

Bis zur Ankunft der Portugiesen in Calicut war die christliche Kirche in Kerala eine völlig unabhängige Gemeinschaft. Kirchen sahen äußerlich wie hinduistische Tempel aus, mit dem Unterschied, dass die Kirchen ein Kreuz auf dem Dach trugen und dass auch vor der Kirche ein Kreuz stand.

Die Verwaltung der Kirche wurde von der Versammlung (Yogam) ausgeübt, die aus allen erwachsenen Männern und den örtlichen Priestern bestand. Sie entschied auch über alle Streitfälle unter den Gemeindemitgliedern und konnte Strafen verhängen. Zivilprozesse wurde von Bischöfen und Erzdiakonen entschieden. Strafprozesse wurden mancherorts vor die weltlichen Herrscher gebracht. Aber das war unter den Christen eigentlich nicht gern gesehen.

Die syrischen Christen pflegten das intensive Fasten, um sich auf besondere Anlässe vorzubereiten, z. B. Weihnachten, Ostern und vor der Himmelfahrt der Jungfrau Maria. Außerdem wurde an normalen Freitagen gefastet. An Fasttagen verzichteten sie auf den Verzehr von Eiern, Fisch, Fleisch, Milch und Wein, sowie auf eheliche Begegnungen.

Die Thomas-Christen waren schon früh ein hochzivilisiertes und wohlhabendes Volk. Ihre wichtigsten Erwerbszweige waren Landwirtschaft und Handel. So kontrollierten sie z.B. den Pfefferhandel. Der Herrscher von Venad gewährte den Christen Rechte und Privilegien, die normalerweise nur hohen Würdenträgern gewährt wurden, darunter die Befreiung von wichtigen Abgaben, der Verkaufssteuer und der Sklavensteuer.

Außerdem waren sie ausgezeichnete Soldaten und Krieger und ihren Königen gegenüber sehr loyal.

Da die Christen in der Frühzeit hinduistische Konvertiten waren, behielten sie die angestammte soziale Organisation und Lebensweise bei, was Spannungen zwischen den Christen und der Hindu-Gemeinde vermied. Hindus und Christen teilten sehr viele soziale Bräuche und Praktiken. Im Laufe der Zeit sind einige hinduistische Traditionen fester Bestandteil christlicher Rituale geworden.

Einige Beispiele sind die Milchkochzeremonie, die während der Segnung eines neu gebauten Hauses stattfindet; der Bräutigam, der während der Hochzeitszeremonie einen goldenen Schmuck namens Minnu um den Hals der Braut bindet, und die jährliche Feier des Sradham-Festes zum Gedenken an den Tod eines Verwandten sind einige davon.

Das Essen der Christen bestand aus gekochtem Reis und Gemüsecurrys. Ein neugeborenes Kind wurde unmittelbar nach seiner Geburt mit Honig gefüttert, dem Goldpulver zugesetzt worden war. Wenn das Kind elf Monate alt wurde, bekam es gekochten Reis zu essen. Frauen sprachen ihre Ehemänner nicht mit ihrem Namen an. Sie pflegten Nächstenliebe und die familiären Beziehungen.

Die Christen in Kerala führten ein einfaches und bescheidenes Leben. Wenn die Frauen in die Kirche gingen, bedeckten sie ihren Kopf mit einem großen Schleier. Frauen trugen verschiedene Arten von Ornamenten auf ihrer Kleidung. Eheschliessungen wurden normalerweise in Anwesenheit eines Priesters gefeiert.

Die Thomas-Christen sind also indisch in der Kultur, christlich im Glauben und orientalisch in der Anbetung.

Aber eigentlich sind wir doch alle Thomas-Christen, denn Sonntag für Sonntag kommen wir zusammen, um glauben zu lernen. Mit so viel Freude und Zuversicht, dass auch wir mit dem Hl. Apostel Thomas bekennen können: Mein Herr und mein Gott!

Man braucht nicht in Indien geboren zu sein, um als Thomas-Christin, als Thomas-Christ zu leben. Ein Thomas-Christ macht sich bewusst: Jesus kämpft auch um mich und die Begegnung mit mir! So wichtig bin ich Jesus! So sehr liebt mich Jesus. Ein Thomas-Christ lebt in dieser Erfahrung.

Gottes Segen für Sie alle!

Leitartikel zum Juni

Liebe Leserinnen und Leser,

eine Studienreise nach Assisi brachte mich vor einigen Jahren dem Hl. Franz von Assisi sehr nahe. Er ist ein Heiliger, der vermutlich jeder und jedem im Leben einmal begegnet. Franz von Assisi ist nicht nur Schutzpatron Italiens, sondern auch der Tiere und des Naturschutzes.

Francesco di Bernardone wurde Ende des Jahres 1181 oder Anfang 1182 in Assisi geboren. Er wuchs in einem reichen Elternhaus auf. Über die Jugendzeit des Heiligen ist nicht allzuviel bekannt.

Jedoch ist bekannt, dass Franziskus an der Schlacht von Collestrada, in der Nähe von Ponte San Giovanni teilnahm. Nach der Niederlage Assisis musste Franz für knapp ein Jahr ins Gefängnis, wo er sich vermutlich ein paar Krankheiten einfing, von denen er sich nie ganz erholte.

Nach seiner Inhaftierung schloss er sich einem Kriegsmann an, wobei zwei Visionen in diesem Zusammenhang wichtig wurden. Die erste Vision verhieß ihm Erfolg für einen Feldzug nach Apulien. Als er von seinen Gefährten wegen einer Krankheit zurückgelassen wurde, hatte er eine weitere Vision, welche ihm befahl umzukehren.

Sein bisheriges Leben änderte sich nach der Rückkehr nach Assisi im Sommer 1205 komplett. Dies wird oftmals als „Bekehrung“ oder „Umkehr“ bezeichnet. Er widmete sich mehr und mehr dem Gebet und den Armen, die er mit Almosen versorgte. Laut Franziskus war es vor allem die Begegnung mit einem Aussätzigen, die seine Umkehr bewirkt hat.

Im Jahre 1205 erlebte Franziskus in der Landkirche von San Damiano eine mystische Begegnung. Während er kniend vor einem großen Holzkreuz betete, befahl ihm eine Stimme, das Haus Gottes vor dem Verfall zu schützen und es wieder aufzubauen. Diesen Auftrag nahm Franziskus wörtlich; er verkaufte seinen Besitz und lebte in radikaler Armut.

Eine weitere Wende im Leben des Franziskus ereignete sich, als er den Ausschnitt des Matthäus-Evangeliums (Mt 10,9-10) hörte, in dem Jesus seine Jünger aussendet. Von diesem Zeitpunkt an begab er sich als Wanderprediger in Armut auf die Reise. Ihm schlossen sich bald schon einige Männer an, die seine Gefährten wurden und sich mit ihm auf Missionsreise begaben.

In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1226 starb Franziskus auf der nackten Erde in einem Büßerhemd, wie er es sich wünschte.

Einer der originellsten Charakterzüge der Persönlichkeit des Franziskus ist zweifellos sein vertrauter Umgang mit der Natur und den Tieren. Wie wichtig ihm die Natur war, hielt der Heilige in seinem Sonnengesang fest. In diesem Hymnus singt Franz von seinem Verhältnis zu Gott und der Welt. Der Sonnengesang zeichnet also ein Bild der Schöpfung, wie Franziskus sie gesehen hat.

Zu Beginn des Sonnengesangs wird die Güte, Allmacht und Erhabenheit Gottes, des Schöpfers, betont. In der zweiten und dritten Strophe werden Sonne, Mond und Sterne sowie deren Schönheit hervorgehoben. Die ersten drei Strophen handeln daher von den Rhythmen von Tag und Nacht, Hell und Dunkel.

In den Strophen vier bis sieben wird die irdische Welt mit den Urelementen Luft, Wasser, Erde und Feuer thematisiert.

Der hohe Rang des Friedens und der Vergebung, auch um den Preis von menschlichen Gebrechen, wird in der sogenannten „Friedensstrophe“ betont.

Die vorletzte Strophe, auch „Todesstrophe“ genannt, stellt den Tod als etwas Natürliches dar und die Versöhnung mit ihm wird betont. Nach Franziskus wäre nur der zweite Tod zu fürchten. Demjenigen/Derjenigen, der/die ein Leben in Gottesferne, also in der Sünde, geführt hat, begegnet der Tod als Strafe.

Abgeschlossen wird der Sonnengesang mit der zehnten Strophe, in der erneut zum Lobpreis und Dank gegenüber dem Schöpfer aufgerufen wird.

Franziskus ist vermutlich im 21. Jahrhundert so präsent wie schon lange nicht mehr! Sein Leben und Wirken hat auch Einfluss auf die Generationen von heute, vielleicht sogar mehr denn je. Auch wenn es viele wahrscheinlich unwissentlich machen, handeln trotzdem einige so, wie der Heilige Franziskus vor mehreren hundert Jahren.

Gemeint sind hier der Einsatz für die Umwelt und für den Klimaschutz, zum Beispiel von Bewegungen wie „Fridays for Future“. Der Zusammenschluss von (jungen) Menschen zum Einsatz für die Natur und für einen umweltbewussteren Lebensstil erinnern mit dem richtigen Hintergrundwissen sehr an das Leben des Heiligen, der selbst ein sehr ausgeprägtes Verhältnis zu „Schwester Mutter Erde“ pflegte.

Laura Loibl
Lehramtsanwärterin

Der Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi

  1. Höchster, allmächtiger, guter Herr, Dein sind die Lobgesänge, die Herrlichkeit und die Ehre und jegliche Preisung. Dir allein, Höchster, gebühren sie, und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.
  2. Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, besonders Herrn Bruder Sonne; der ist Tag, und du gibst uns Licht durch ihn. Und schön ist er und strahlend mit großem Glanze; von dir, Höchster, gibt er Eindruck.
  3. Gepriesen seist du, mein Herr, für Schwester Mond und die Sterne: Am Himmel hast du sie geschaffen, hell, kostbar und schön.
  4. Gelobt seist du, mein Herr, für Bruder Wind, für Luft und Wolke und heiteres und jedes Wetter, durch das du deinen Geschöpfen Erhaltung gibst.
  5. Gelobt seist du, mein Herr, für Schwester Wasser, die gar nützlich ist und bescheiden und kostbar und keusch.
  6. Gelobt seist du, mein Herr, für Bruder Feuer, durch den du die Nacht erleuchtest. Und er ist schön und erfreulich und stark und kräftig.
  7. Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester Mutter Erde, die uns erhält und leitet und mannigfache Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.
  8. Gelobt seist du, mein Herr, für die, welche vergeben um deiner Liebe willen, und die Krankheit und Trübsal ertragen. Selig, die sie in Frieden ertragen werden, denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt werden.
  9. Gepriesen seist du, mein Herr, für unsere Schwester, den leiblichen Tod, vor dem kein lebender Mensch entrinnen kann. Weh denen, die in den Todsünden sterben! Selig, die er in deinem allerheiligsten Willen findet. Denn der zweite Tod wird ihnen nichts anhaben.
  10. Lobet und preiset meinen Herrn und danket und dienet ihm mit großer Demut!

Leitartikel zum Mai

Jesu Plan für die Kirche

Liebe Mitchristen,

Bei Matthäus 16, 18 steht geschrieben: Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

Der Apostel Simon also, der ehemalige Fischer vom See Genezareth, der Bruder von Andreas, der verheiratete Mann, der Zweifler, der Verleugner, der „Angsthase“ von einst, wird durch Jesus selbst zum Kephas, zum Felsen, zum allerersten Papst und zum Märtyrer, auf den Christus seine Kirche gegründet hat.

Der Bibelvers aus Matthäus beweist, dass Jesus definitiv eine Kirche wollte – und dass er alle Menschen durch alle Zeiten hindurch in dieser Kirche zusammenführen will. Nur: wie hat er sich seine Kirche vorgestellt? Welche seiner Vorstellungen wurden umgesetzt? Was ist von dem Plan geblieben?

Schauen wir also genauer hin:

Blick auf Jesus:

Jesus aus Nazareth wurde in Bethlehem geboren. Er wurde bereits als Säugling von Herodes verfolgt und befand sich in Lebensgefahr, weshalb er mit seinen Eltern nach Ägypten fliehen musste. Zurück in der Heimat, hörte man erst wieder von ihm, als er als zwölfjähriger Junge im Tempel das Gespräch mit den Schriftgelehrten suchte. Danach wird es erneut ruhig um ihn. Er ging zur Schule, erlernte seinen Beruf, ging tagtäglich seiner Arbeit nach, war viel unterwegs und bildete sich in vielerlei Weise fort.

Und mit ca. 30 Jahren berief er seine Apostel und formte sie zu Menschenfischern. Am Ende seines Lebens zog Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein, setzte die Eucharistie ein, ging seinen Kreuzweg und wurde grausam hingerichtet.

Für die Kirche und für jeden von uns könnte dies bedeuten: Berufung leben, Überheblichkeit und übertriebenen Prunk meiden, die Eucharistie lieben und den ganz eigenen Kreuzweg gehen.

Blick auf die Lehre Jesu:

Jesus sprach meist in Bildern und Gleichnissen. Mit dem Himmelreich verhält es sich so…! Dabei legte Jesus ein großes Augenmerk auf den Glauben im Alltag, z. B. in den Gleichnissen vom Sämann oder vom Sauerteig. Auch das Verhältnis zu unseren Mitmenschen (Nächsten) ist für ihn von größter Wichtigkeit, was wir z. B. dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter entnehmen können. Das Gleichnis über die anvertrauten Talente weist uns auf den alltäglichen Fleiß hin und dass wir keine Angst haben sollen.

Allgemein betrachtet aber spricht Jesus dadurch zu unserem Gewissen, zu unser aller „Sozialkompetenz“ und wie der Mensch in „Liebe“ ein gottgefälliges Leben führen kann. In Liebe zu Gott, zu den Mitmenschen, zur Umwelt und zu uns selbst.

Dies heißt für die Kirche und für uns: Glauben fördern und vorleben, allen Notleidenden und Ausgegrenzten beistehen, fleißig, unermüdlich und angstfrei den sozialen Anforderungen gerecht werden.

Blick auf die Urkirche:

Betrachten wir die Urkirche, so war diese eine extrem verfolgte Kirche. Die Urchristen lebten in Katakomben, waren als Anhänger einer „neuen Idee“ verpönt und verfielen nicht selten der Todesstrafe. Viele Kirchenmitglieder nahmen in der Gesellschaft die Randbereiche ein. Menschen, die nicht als gesellschaftstauglich galten, wie z. B. Alte, Kranke, Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen, Witwen, Waisen, Menschen mit nichtanerkannten sexuellen Orientierungen und vieles andere mehr.

Was du einem dieser Geringsten getan hast, hast du mir getan! Zu diesen Bedürftigen hinzu kamen all jene, welche sich von der Lehre Jesu dazu beauftragen ließen, christlich (in Liebe) zu helfen. Man könnte somit sagen, Urkirche war ein solidarisches Netzwerk für alle Bedürftigen und deren Helfer durch Christus. Niemand wurde ausgegrenzt!

Für die Kirche und für jeden von uns könnte dies bedeuten: Aufeinander zugehen, sich die Hände reichen, sich versöhnen und ein „soziales Netzwerk“ sein, welches Menschen jeglicher Art auffängt.

Blick auf die Kirche von heute:

Aus der ursprünglich einzigen Kirche Christi, für welche Papst Petrus als der Fels durch Jesus selbst eingesetzt worden war, wurden viele Kirchen. Weiterhin entstand eine Unzahl von Sekten, die mit Kirche nicht mehr viel zu tun haben und öfters auch von Scharlatanen geführt werden.

Auch in der römisch-katholischen Kirche wurden massive Fehler begangen und dann vertuscht und abgestritten, was letztlich dem Vertrauen der Menschen großen Schaden zugefügt hat. Kirche hat großen Handlungsbedarf und muss sich ständig reformieren.

Dennoch aber verdanken wir dieser unserer Kirche auch sehr viel. Ein einfaches Beispiel sind die 10 Feiertage im Jahr, die den Arbeitnehmern bis zu 80 bezahlte Arbeitsstunden schenken. Die Kirche betreibt Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten und vieles mehr, außerdem leistet sie Entwicklungshilfe in ärmeren Ländern mit Projekten wie Brunnenbau u.a. Die katholische Kirche ist mit 600‘000 hauptamtlich Beschäftigten nach dem Staat der größte Arbeitgeber in Deutschland.

Und schließlich das „Kerngeschäft“, ihre eigentliche Aufgabe: die Feier der Gottesdienste und der Sakramente und Begräbnisse am Ende des Lebens.

Für die Kirche und jeden einzelnen von uns bedeutet dies: Kirche muss ohne jeden Zweifel den Fokus immer auf das Evangelium setzen und uneingeschränkt danach handeln. Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ganz großgeschrieben.

Kirche und wir, wir und die Kirche:

Die Kirche muss allem voran die Menschen ernst nehmen und jedem einzelnen seinen Platz einräumen. Sie muss die Zeichen der Zeit deuten, im Sinne Jesu auf Politik und Gesellschaft einwirken, ethisch und moralisch ordentlich handeln und Missstände anprangern. Und sich selbst so verhalten, wie sie es verkündet.

Auf der anderen Seite gehören wir aber alle dieser Kirche an – und genau deshalb sollten sich die Menschen in die Geschicke der Kirche einmischen, sie sollen mitmachen, sich an Jesus und der Urkirche orientieren, Fehler erkennen, diese aufarbeiten und gutmachen und vor allem nicht vertuschen, nicht lügen und auf keinen Fall davonlaufen.

Es ist und bleibt nämlich die Kirche Jesu Christi selbst, der sprach: Habt keine Angst, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende aller Zeiten! Ergänzend durch Maria, der Mutter unsrer Kirche in Fatima: Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren!

Verlieren wir also nicht den Mut und bleiben wir dem „JA“ unserer Taufe treu!

Alles Gute und Gottes reichen Segen, wünscht Euch allen

Diakon Anton Fliegerbauer

Leitartikelgerüst mit Bild

Adventsgesteck

Grüss Gott, …

… liebe Mitchristen im Pfarrverband!

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