Leitartikel zum Mai

Jesu Plan für die Kirche

Liebe Mitchristen,

Bei Matthäus 16, 18 steht geschrieben: Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

Der Apostel Simon also, der ehemalige Fischer vom See Genezareth, der Bruder von Andreas, der verheiratete Mann, der Zweifler, der Verleugner, der „Angsthase“ von einst, wird durch Jesus selbst zum Kephas, zum Felsen, zum allerersten Papst und zum Märtyrer, auf den Christus seine Kirche gegründet hat.

Der Bibelvers aus Matthäus beweist, dass Jesus definitiv eine Kirche wollte – und dass er alle Menschen durch alle Zeiten hindurch in dieser Kirche zusammenführen will. Nur: wie hat er sich seine Kirche vorgestellt? Welche seiner Vorstellungen wurden umgesetzt? Was ist von dem Plan geblieben?

Schauen wir also genauer hin:

Blick auf Jesus:

Jesus aus Nazareth wurde in Bethlehem geboren. Er wurde bereits als Säugling von Herodes verfolgt und befand sich in Lebensgefahr, weshalb er mit seinen Eltern nach Ägypten fliehen musste. Zurück in der Heimat, hörte man erst wieder von ihm, als er als zwölfjähriger Junge im Tempel das Gespräch mit den Schriftgelehrten suchte. Danach wird es erneut ruhig um ihn. Er ging zur Schule, erlernte seinen Beruf, ging tagtäglich seiner Arbeit nach, war viel unterwegs und bildete sich in vielerlei Weise fort.

Und mit ca. 30 Jahren berief er seine Apostel und formte sie zu Menschenfischern. Am Ende seines Lebens zog Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein, setzte die Eucharistie ein, ging seinen Kreuzweg und wurde grausam hingerichtet.

Für die Kirche und für jeden von uns könnte dies bedeuten: Berufung leben, Überheblichkeit und übertriebenen Prunk meiden, die Eucharistie lieben und den ganz eigenen Kreuzweg gehen.

Blick auf die Lehre Jesu:

Jesus sprach meist in Bildern und Gleichnissen. Mit dem Himmelreich verhält es sich so…! Dabei legte Jesus ein großes Augenmerk auf den Glauben im Alltag, z. B. in den Gleichnissen vom Sämann oder vom Sauerteig. Auch das Verhältnis zu unseren Mitmenschen (Nächsten) ist für ihn von größter Wichtigkeit, was wir z. B. dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter entnehmen können. Das Gleichnis über die anvertrauten Talente weist uns auf den alltäglichen Fleiß hin und dass wir keine Angst haben sollen.

Allgemein betrachtet aber spricht Jesus dadurch zu unserem Gewissen, zu unser aller „Sozialkompetenz“ und wie der Mensch in „Liebe“ ein gottgefälliges Leben führen kann. In Liebe zu Gott, zu den Mitmenschen, zur Umwelt und zu uns selbst.

Dies heißt für die Kirche und für uns: Glauben fördern und vorleben, allen Notleidenden und Ausgegrenzten beistehen, fleißig, unermüdlich und angstfrei den sozialen Anforderungen gerecht werden.

Blick auf die Urkirche:

Betrachten wir die Urkirche, so war diese eine extrem verfolgte Kirche. Die Urchristen lebten in Katakomben, waren als Anhänger einer „neuen Idee“ verpönt und verfielen nicht selten der Todesstrafe. Viele Kirchenmitglieder nahmen in der Gesellschaft die Randbereiche ein. Menschen, die nicht als gesellschaftstauglich galten, wie z. B. Alte, Kranke, Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen, Witwen, Waisen, Menschen mit nichtanerkannten sexuellen Orientierungen und vieles andere mehr.

Was du einem dieser Geringsten getan hast, hast du mir getan! Zu diesen Bedürftigen hinzu kamen all jene, welche sich von der Lehre Jesu dazu beauftragen ließen, christlich (in Liebe) zu helfen. Man könnte somit sagen, Urkirche war ein solidarisches Netzwerk für alle Bedürftigen und deren Helfer durch Christus. Niemand wurde ausgegrenzt!

Für die Kirche und für jeden von uns könnte dies bedeuten: Aufeinander zugehen, sich die Hände reichen, sich versöhnen und ein „soziales Netzwerk“ sein, welches Menschen jeglicher Art auffängt.

Blick auf die Kirche von heute:

Aus der ursprünglich einzigen Kirche Christi, für welche Papst Petrus als der Fels durch Jesus selbst eingesetzt worden war, wurden viele Kirchen. Weiterhin entstand eine Unzahl von Sekten, die mit Kirche nicht mehr viel zu tun haben und öfters auch von Scharlatanen geführt werden.

Auch in der römisch-katholischen Kirche wurden massive Fehler begangen und dann vertuscht und abgestritten, was letztlich dem Vertrauen der Menschen großen Schaden zugefügt hat. Kirche hat großen Handlungsbedarf und muss sich ständig reformieren.

Dennoch aber verdanken wir dieser unserer Kirche auch sehr viel. Ein einfaches Beispiel sind die 10 Feiertage im Jahr, die den Arbeitnehmern bis zu 80 bezahlte Arbeitsstunden schenken. Die Kirche betreibt Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten und vieles mehr, außerdem leistet sie Entwicklungshilfe in ärmeren Ländern mit Projekten wie Brunnenbau u.a. Die katholische Kirche ist mit 600‘000 hauptamtlich Beschäftigten nach dem Staat der größte Arbeitgeber in Deutschland.

Und schließlich das „Kerngeschäft“, ihre eigentliche Aufgabe: die Feier der Gottesdienste und der Sakramente und Begräbnisse am Ende des Lebens.

Für die Kirche und jeden einzelnen von uns bedeutet dies: Kirche muss ohne jeden Zweifel den Fokus immer auf das Evangelium setzen und uneingeschränkt danach handeln. Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ganz großgeschrieben.

Kirche und wir, wir und die Kirche:

Die Kirche muss allem voran die Menschen ernst nehmen und jedem einzelnen seinen Platz einräumen. Sie muss die Zeichen der Zeit deuten, im Sinne Jesu auf Politik und Gesellschaft einwirken, ethisch und moralisch ordentlich handeln und Missstände anprangern. Und sich selbst so verhalten, wie sie es verkündet.

Auf der anderen Seite gehören wir aber alle dieser Kirche an – und genau deshalb sollten sich die Menschen in die Geschicke der Kirche einmischen, sie sollen mitmachen, sich an Jesus und der Urkirche orientieren, Fehler erkennen, diese aufarbeiten und gutmachen und vor allem nicht vertuschen, nicht lügen und auf keinen Fall davonlaufen.

Es ist und bleibt nämlich die Kirche Jesu Christi selbst, der sprach: Habt keine Angst, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende aller Zeiten! Ergänzend durch Maria, der Mutter unsrer Kirche in Fatima: Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren!

Verlieren wir also nicht den Mut und bleiben wir dem „JA“ unserer Taufe treu!

Alles Gute und Gottes reichen Segen, wünscht Euch allen

Diakon Anton Fliegerbauer

Leitartikel zum April

Verehrte Gläubige!

Das Kreuz wird durch die Auferstehung zum Siegeszeichen, zum Lebenszeichen, zum Hoffnungszeichen, zum Erwartungszeichen.

Jesus, der

  • das Töchterlein des Jairus zum Leben erweckt hat,
  • den Jüngling von Nain von der Totenbahre geholt hat,
  • den Lazarus aus dem Grab gerufen hat,

ER selbst lebt – ER ist auferstanden.

Er gibt allen Toten – und auch uns – die Kraft der Auferstehung und des Lebens. Der Tod ist ab jetzt die Geburt zum neuen, ewigen Leben!

Das ist die Erlösungstat Gottes an uns Menschen: Unser Herr Jesus Christus ist von Gott Vater auferweckt worden. Im Dank an Gott begehen wir die Ostertage als Fest unseres christlichen Glaubens und unserer christlichen Hoffnung.

In der Auferstehung Jesu setzt Gott ein glaubwürdiges Zeichen für das Leben nach dem Tode, das für jeden Menschen ewige Gültigkeit hat:

„Jesus lebt – mit ihm auch ich – Tod wo sind nun deine Schrecken – Jesus lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken….“ Oder wie wir im alten Osterlied: „Freu dich, erlöste Christenheit“ in der 3. Strophe singen: „O Christ nun feste Hoffnung hab – auch du wirst gehen aus deinem Grab – Halleluja“.

Das größte Geheimnis an Ostern ist doch der Satz in unserem Glaubensbekenntnis: „…am dritten Tage auferstanden von den Toten…“

Der auferstandene Herr will uns mit Ostern einen „Schlüssel“ als Lebenshilfe in die Hand geben - jetzt zum Leben und am Ende zum Überleben, das heißt, zum ewigen Leben. Dieser Schlüssel hat drei Bereiche:

  • Der Schlüsselgriff: Das ist der Glaube an Gott
  • Der Schlüsselschaft: Das ist die innere Anständigkeit und die Selbsttreue
  • Der Schlüsselbart: Das sind etwa die 4 Kardinaltugenden: Tapferkeit / Klugheit / Mäßigkeit und Gerechtigkeit

Wenn sich Christen in diesen Tagen begegnen, rufen sie sich den Gruß zu: „Frohe Ostern“. Frohe Ostern bedeutet auch unser ganzes Osterbrauchtum. Dazu gehören bei uns Ostereier und Osterstrauch, Osterlamm und Speisenweihe und für die Kinder selbstverständlich der Osterhase und das Nestsuchen genauso wie die Osterferien. Und dann gehört zu Ostern auch, dass am Karfreitag die „Glocken nach Rom fliegen“ und die Ministranten „Ratschen gehen“ (leider nicht in dieser Pandemie-Zeit) – und so vieles andere mehr...

Der Hl. Bruder Konrad

Ostern fällt meist in den Monat April - und in diesem Monat hat unser niederbayrischer Heiliger, der Bruder Konrad seinen Festtag (21. April). Er ist neben den Hll. Valentin und Maximilian der dritte Patron unserer Diözese.

Bruder Konrad ist am 22. Dezember 1818 als elftes Kind der Eheleute Birndorfer in Parzham (bei Bad Griesbach im Rottal) geboren und wurde auf den Namen Johannes getauft. Bekannt war er als der „Birndorfer Hansl“. 1849 bat er – nach vielen Gebeten und innerer Einkehr – bei den Kapuzinern in Altötting um Aufnahme und nach seiner Probezeit in Laufen/Inn wurde er Pförtner im damaligen St. Anna-Kloster in Altötting. Dort wurde ihm der Name Bruder Konrad gegeben. Heute trägt das Kloster seinen Namen.

Bruder Konrad tat 41 Jahre lang den Dienst an der Pforte des Klosters und jeden Morgen um 5:00 Uhr in der Gnadenkapelle als Ministrant. Er starb am 21. April 1894.

Papst Pius XI. hat ihn 1930 selig- und 1934 heiliggesprochen. Den Rosenkranz bzw. das Kreuz hatte Bruder Konrad immer in der Hand. Rupert Schützbach drückt es in einem Andachtsbild so aus: „Das Kreuz war sein Buch – und fließend las er auch jene dunklen Stellen, bei denen wir uns, trotz Mittlerer Reife und Abitur, wie Analphabeten gebärden“.

Und in einem alten Lied zu seinen Ehren heißt es in der 2. Strophe: „Das Kreuz hielt er in seiner Hand – sein Buch hat er es oft genannt, und nahm am Leben Jesu Maß – wenn er versunken darin las“. So beten wir voll Vertrauen in der Litanei „zu den Heiligen unserer Heimat“: „Heiliger Bruder Konrad, Mann des Gebetes und der Gottinnigkeit: Erflehe uns die Kraft des Glaubens und die Gnade des Betens.“

Mit diesen Gebetsgedanken an Bruder Konrad und einem von Herzen kommenden Wunsch und Gruß

"Frohe Ostern"

verbleibe ich

Ihre Anni Schumergruber
Gemeindereferentin

Zum Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit

Sonntag nach Ostern, 11. April

Jesus sprach im Jahre 1939 in einer Vision zur polnischen Ordensfrau Faustyna Kowalska:

"Die Menschheit wird solange weder Ruhe noch Frieden finden, bis sie sich vertrauensvoll an meine unendliche Barmherzigkeit wendet. Die Tore meiner Barmherzigkeit stehen weit offen für alle. Ich kann auch den größten Sünder nicht bestrafen, wenn er meine Barmherzigkeit anruft. Es drängt mich, große Gnaden auszuteilen, aus meinem durchbohrten Herzen fließen Ströme von Liebe und Barmherzigkeit. Niemand soll Angst haben, zu mir zu kommen und wären seine Sünden auch rot wie Scharlach. Wer zu mir flieht, den werde ich wie meine Ehre beschützen."

Leitartikelgerüst mit Bild

Adventsgesteck

Grüss Gott, …

… liebe Mitchristen im Pfarrverband!

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  • 1. Adventskerze – Abraham-Kerze, Offenbarungskerze: 2000 Jahre vor Christus hat Gott Abraham erwählt – Hoffnung auf Heil und Erlösung.
  • 2. Adventskerze – Mose-Kerze, Bundeskerze: Um 1200 Jahre vor Christus führt Gott sein Volk durch Mose aus Ägypten, gibt die 10 Gebote und begründet den Alten Bund.
  • 3. Adventskerze – Propheten-Kerze, Verheißungskerze: 800 Jahre vor Christus sagen die Propheten die Ankunft des Messias voraus. „Gott selber wird kommen und sein Volk erlösen“.
  • 4. Adventskerze – Marien-Kerze, Ankunftskerze: Jetzt ist die Zeit. Gott wird Mensch und ist greifbar nahe.
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Anni Schumergruber, Gemeindereferentin