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Aktuelle Meldungen
Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

Aktuelle Meldungen und Gottesdienstanzeiger für Oktober 2020

Im Untermenü-Bereich "Aktuelle Meldungen" finden Sie alle Meldungen aus dem Pfarrverband, wie sie im Regelfall auch im Pfarrbrief des laufenden Monats abgedruckt sind.

Der Pfarrbrief

Unser Pfarrbrief erscheint monatlich als Nachrichten- und Mitteilungsorgan des Pfarrverbandes und beinhaltet die Gottesdienstordnung des jeweiligen Monats. Der eigentliche Pfarrbrief ist als Mantelbogen für die Einlegeblätter der Gottesdienstordnung ausgeführt.

Der Pfarrbrief liegt in den Kirchen aus und kann dort kostenlos mitgenommen werden.

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Ältere Ausgaben von Pfarrbrief und Gottesdienstanzeiger im Archiv

Leitartikel zum Oktober

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Betende Hände mit Rosenkranz

Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Monat Oktober. Am 7. Oktober wird das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gefeiert. Immer, wenn die christliche Welt, wenn die Kirche vor schweren Prüfungen stand, wenn die Not am größten war, rief die Kirche zum Rosenkranzgebet auf.

So auch bei der entscheidenden Seeschlacht bei Lepanto am 7. Oktober 1571. Das islamische Osmanische Reich stellte eine ernsthafte Bedrohung für Westeuropa dar. Papst Pius V. erkannte die Gefahr, organisierte eine Flotte und stellte sich der Marine der osmanischen Türken entgegen. Er bat alle Gläubigen, den Rosenkranz zu beten und um die Fürsprache der Gottesmutter zu bitten.

Durch den Sieg bei der größten Seeschlacht der westlichen Geschichte seit Jahrhunderten wurde die Ausweitung des Osmanischen Reiches dauerhaft verhindert. Im nächsten Jahr richtete Pius V. ein Fest zu Ehren der Gottesmutter ein.

Maria selbst hat bei ihren Erscheinungen zum Beten des Rosenkranzes aufgerufen. Marienfrömmigkeit und Marienverehrung sind ein wesentlicher Bestandteil der katholischen Tradition des Christentums, wenngleich immer betont wird: „durch Maria zu Jesus“.

Für alle Katholiken – egal zu welchem Ritus sie gehören – gilt der Rosenkranz gleichsam als die Summe, die Zusammenfassung des Evangeliums (Papst Paul VI.) Der Beter taucht ein in das Leben von Maria und Jesus und dadurch in den Mittelpunkt unserer Heilsgeschichte.

Mit Maria gehen wir Jesu Lebensweg, angefangen bei der Verkündigung, seiner Menschwerdung bis zu seinem Erlösungstod am Kreuz, seiner glorreichen Auferstehung und Himmelfahrt, über die Sendung des Heiligen Geistes bis hin zur Aufnahme Mariens in den Himmel, gekrönt zur Königin des Himmels.

Durch seinen Rhythmus bringt das Rosenkranzgebet Gleichmaß und Ruhe ins Leben. Diese Wirkung wird durch gemeinsames Beten erleichtert und verstärkt.

Der Hauptbestandteil des Rosenkranzgebetes ist das „Gegrüßet seist du, Maria“. In ihm sind die entscheidenden heilenden Impulse konzentriert eingefügt. Die Wiederholung schafft einen Raum, in dem ich verweilen kann, in dem Nähe möglich wird, in dem ich zu mir komme und zu Gott.

Der Rosenkranz vereint die Familie

"Wie schön ist die Familie, die jeden Abend den Rosenkranz betet." Einer der größten Päpste der Geschichte, Johannes Paul II., hat dies gesagt und es zeigt die überragende Bedeutung des Rosenkranzes im Leben einer katholischen Familie.

Als Katholik aus Indien, der zu einer 2000 Jahre alten Geschichte gehört, seit Thomas der Apostel 52 n. Chr. an den Ufern von Kerala gelandet ist, fällt mir ein, wie meine Eltern jeden Abend den Rosenkranz beteten und wir Kinder zu Hause um sie herum saßen. Von dieser Regel gab es kaum jemals eine Ausnahme. Auch heute noch beten meine Eltern Annie und Jose jeden Abend pünktlich um 20:00 Uhr gemeinsam den Rosenkranz – eine Andacht, die ungefähr 40 Minuten dauert.

Und so sind meine Eltern auch mein Vorbild für meine eigene Praxis des täglichen Rosenkranzgebets. Ich besitze eine große Hingabe an den Rosenkranz und glaube, als Katholiken sollten wir täglich den Rosenkranz beten. Ich glaube auch, dass Mutter Maria uns reichlich segnet.

Vielleicht wäre der Oktober ein guter Monat, um das Radio oder den Podcast auszuschalten und stattdessen den Rosenkranz zu beten. Erfahren Sie, welche Gnaden der Herr aus dem Rosengarten dieser täglichen Meditation in Ihr Leben einfließen lassen möchte.

Ihr Pfarrer Armin Riesinger

Leitartikel zum September

Weg in einer Naturlandschaft

Auf dem Weg...

Liebe Mitchristen im Herrn!

Wenn wir das menschliche Leben betrachten, dann ist es geprägt von Bewegung. Um in Bewegung zu sein, braucht es Wege. Wir alle gehen in unserem Leben viele, verschiedene Wege. Kurze und lange, gerade Wege und kurvige, solche auf ebenem oder steinigem Boden.

Manchmal haben wir ein Ziel vor Augen, wie ein Kompass oder Navi zeigt es uns, wohin wir gehen. Doch oft laufen wir planlos durch die Gegend, nehmen Umwege in Kauf oder geraten in Sackgassen.

Auf unserem Lebensweg gibt es lange Phasen der Gleichmäßigkeit, auf denen wir munter voranschreiten und unseren Zielen entgegengehen. Genauso gibt es extreme Phasen, in denen wir meinen, keinen Ausweg mehr zu finden. Immer wieder aufs Neue fragen wir uns, wohin unser Weg wohl gehen wird. Wer weiß schon, was die Zukunft noch alles für uns bereithält?

Wir Christen können uns sicher sein, dass wir einen Rückhalt haben, einen Rückhalt im Glauben und Vertrauen auf Gott.

„Glaubt an Gott und glaubt an mich“, sagt Jesus (Joh 14,1b). Gottvertrauen also, das wäre ein Weg in die Zukunft. Im Vertrauen darauf, dass die Liebe Gottes uns nicht fallen lassen wird, können wir auch ungewisse Wege gehen, Wege, die nicht gesichert sind. Wer mit Bangen in die Zukunft schaut, kann diese Zukunft dennoch angehen und darauf vertrauen, dass Gott da ist. Auch wenn wir nicht sehen oder spüren, dass uns jemand vor dem Abgrund bewahrt, uns wieder in die richtige Spur führt. Er ist da, es gibt ihn. Vertraut seiner Führung.

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14, 6). Mit Jesus Christus als Lebensweg können die Wege führen, wohin sie wollen. Egal, ob sie sich als Sackgassen herausstellen oder als Straßen des Erfolgs, egal ob steinige Wege bergauf und glatte Wege bergab: Hinter allem und unter allem bleibt Jesus Christus die Grundrichtung.

Jesus Christus ist der Weg, mit dem wir unser Leben führen können.

In der Bibel wird an zahlreichen Stellen darüber geschrieben, wie sich Menschen auf den Weg ins Ungewisse gemacht haben. Einer, direkt am Anfang der Bibel ist Abraham. Gott sprach zu ihm:

„Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein“ (Gen 12,1-2).

Abraham weiß eigentlich gar nicht so richtig, wo die Reise hingehen wird. Er soll in ein Land aufbrechen, das Gott ihm zeigen wird. Obwohl es sich um eine sehr unpräzise Angabe handelt, macht er sich auf den Weg. Auf einen Weg mit Gott, weil er ihm vertraut. Er wagt den Sprung ins Unbekannte, weil er weiß, dass Gott an seiner Seite ist. Er traut sich, das Gewohnte und die Heimat zurückzulassen, um in ein unbekanntes Land zu gehen.

Auch wir wagen immer wieder den Weg ins Unbekannte: Von der Vorschule zur Grundschule, zur Sekundarschule, zur Berufsschule/ Universität, zum Arbeitsalltag, zum Eheleben, zur Elternschaft, zum Rentnerdasein, zum Tod und schließlich zum ewigen Leben bei Gott.

Die Freude auf das, was kommt, aber auch das Sorgen und Bangen prägen unsere Lebenswege ebenso wie Abrahams Weg. Wie gut, dass wir unsere Wege nicht allein gehen müssen und uns darauf verlassen können, dass liebe Menschen uns und unsere Kinder begleiten. Wie gut, dass wir auch Gott an unser Seite haben.

Denn wer sich mit Gott auf den Weg macht, der ist nie allein.

Der hat immer jemanden an seiner Seite, der sagt:„Der Herr selbst zieht vor dir her. Er ist mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht. Du sollst dich nicht fürchten und keine Angst haben“ (Dtn 31,8).

Wer sich mit Gott auf den Weg macht, der ist in guter Gesellschaft.

Wir alle sind gemeinsam auf dem Weg und können uns gegenseitig an Gottes gute Worte für uns erinnern, sollten wir sie mal vergessen haben. Wir können sie weitergeben, einander ins Ohr flüstern: „Siehe, sagt Jesus, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28, 20b).

Und das ist auch unser Auftrag. Weiterzuerzählen, warum es sich lohnt, mit Gott unterwegs zu sein! Das ist manchmal nicht leicht. Manchmal trauen wir uns nicht und manchmal fehlen uns auch die Worte. Aber wir dürfen uns immer wieder an unsere eigene Taufe erinnern: Wir sind gesegnet und wir haben den Heiligen Geist bekommen, der uns hilft, der uns Mut macht, der uns auch die richtigen Worte geben kann. Also: Macht euch auf den Weg mit Gott.

Denn wer sich mit Gott auf den Weg macht, dem stehen sogar Engel zur Seite, die ihn behüten auf all ihren Wegen (vgl. Ps 91,11).

Natürlich wissen wir, dass jeder von uns seinen Fuß mal an einem Stein anstoßen wird. Wir wissen, dass die Wege, auf denen wir gehen, nicht immer direkt zum Ziel führen, dass manche schwer und anstrengend sind, dass sie auch mal krumm und schief verlaufen und wir ins Stolpern geraten. Das ist ehrlich gesagt noch nie anders gewesen. Auch Abraham musste so manche Umwege in Kauf nehmen.

Und nicht alle Wege, auf die Gott uns führt, können wir verstehen.

Trotzdem: Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf all deinen Wegen. Dass sie dich begleiten und bewahren, dass sie dir zur Seite stehen und den Weg letztlich zu einem guten Ende führen. Ein weiterer Punkt, warum es sich lohnt, seinen Weg mit Gott zu gehen.

Auch wir sind wie Abraham auf dem Weg ins Land, das Gott uns zeigen wird. Egal, welchen Weg wir im Leben nehmen. Ob wir viel gearbeitet haben oder wir uns viel um die Familie gekümmert haben, ob wir oft krank gewesen sind oder immer kerngesund, ob wir mehr gerade Wege gegangen sind oder mehr krumme.

Am Ende haben wir doch das gleiche Ziel: ein ewiges Leben bei Gott. Da kommen alle unsere Wege mit Gott zu ihrem Ziel.

Auch deshalb lohnt es sich, mit Gott unterwegs zu sein. Denn am Ende, ganz am Ende wird es gut! Das ist uns in der Taufe versprochen worden. Also lasst uns gemeinsam den Weg mit Gott gehen!

Es lohnt sich!

Jasmin Maier, Lehramtsanwärterin
Ettling-Westerndorf